05.12. Bundesweiter Schulstreik gegen Wehrpflicht

Verschiedene Initiativen organisieren am 05.12. an verschiedenen Orten einen Schulstreik gegen eine Wehrpflicht.
Plakat des Schulstreiks gegen Wehrpflicht

Wir sagen NEIN zur Wehrpflicht! NEIN zu allen Zwangsdiensten!

Die Wehrpflicht soll wieder eingeführt werden. Zunächst als „freiwilliger Wehrdienst“, doch schon jetzt steht fest: Wenn sich nicht genug von uns melden, soll erst das Los entscheiden und dann kommt die Pflicht für alle. Es heißt, wir sollen für Deutschland Krieg führen können.

Doch was ist eigentlich mit unserem Recht in Frieden zu leben und selbst zu entscheiden, wie wir unser Leben führen wollen? Was ist mit Artikel 4 Absatz 3 der Grundgesetzes, nach welchem niemand zum Dienst an der Waffe gezwungen werden darf? Wir wollen nicht ein halbes Jahr unseres Lebens in Kasernen eingesperrt sein, zu Drill und Gehorsam erzogen werden und töten lernen. Krieg ist keine Zukunftsperspektive und zerstört unsere Lebensgrundlage.

Aktionen finden in Augsburg, Berlin, Bielefeld, Bochum, Bonn, Cottbus, Darmstadt, Dortmund, Dresden, Eitorf, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedberg, Göttingen, Hamburg, Hannover, Harz, Heidelberg, Hitzacker, Itzehoe, Jena, Kassel, Kiel, Köln, Leipzig, Ludwigsburg, Lindau, Lübeck, München, Münster, Nürnberg, Odenwald, Offenburg, Potsdam, Saarbrücken, Solingen, Stuttgart, Trier, Tübingen, Weimar, Wilhelmshaven und Wittenberg statt.

Weitere Infos unter https://schulstreikgegenwehrpflicht.com/

7 Gedanken zu „05.12. Bundesweiter Schulstreik gegen Wehrpflicht“

  1. Hallo an die Initiatoren,
    ich stehe 100% zum Inhalt! der Aktion, aber eure Generation sollte nicht die Schule bestreiken, sondern die politisch Verantwortlichen am Regierungssitz in Berlin oder in den bundesweiten Landtagssitzen zur Rede stellen. Nicht zur Schule zu gehen schadet meiner Meinung nach nur euch selbst und wird leider, leider garnicht’s verändern.

    1. Das eine zu tun heißt doch nicht, das andere zu lassen. Es hat ja bereits in Berlin eine Kundgebung gegen die Wehrpflicht gegeben. 🙂

  2. Gute Aktion! Ich stehe zu 100% hinter euch und werde selbstverständlich meine Erfahrungswerte als Totalverweigerer der 80er Jahre gerne an die jetzige Generation weitergeben!

  3. Unter dem oben abgebildeten Bild kursiert bei uns ein Flyer, der den Schülern ungefragt vor der Schule in die Hand gedrückt wurde. Sprachlich erinnert er massiv an rechts- oder linksradikale Propaganda und Hetze, verbal nicht zu tolerieren und zieht die notwendige Debatte über eine Wehrpflicht in den Dreck. Keine einzige Ansprechperson oder eine dahinter stehende Gruppierung wird genannt. Das macht Hetze natürlich einfach. Für mich ist das typische Feigheit, die in unserer Gesellschaft mittlerweile zur Normalität gehört.

  4. Ich danke für diese Diskussionsbeiträge.
    Was mich schon traurig macht, ist, dass die Frage nach der Wehrpflicht und vor allem die damit verbundene Frage, was sie in diesen Zeiten der Militarisierung und Aufrüstung (Kriegstauglichkeit) bedeutet, als Hetze bezeichnet wird.
    Als jemand, der für gewaltfreie Konfliktbearbeitung eintritt, würde ich persönlich nicht alles, was in diesen Flyern steht, in diesen Worten beschreiben.
    Aber, was ich erst gestern auf einer Veranstaltung mit Schülern gehört habe, ist folgendes: Sie haben Angst, dass Wehrdienst in diesen Zeiten tatsächlich Kriegsdienst und damit Ihren Tod bedeuten kann. Diese verständliche Angst ist ein gemeinsamer Nenner jenseits sonst unterschiedlicher politischer Auffassungen.

    Und nun: Dass linke eher als rechtsextreme Parteien dieses Anliegen unterstützen, dürfte klar sind: Rechtsextremist*innen sind eben Militarist*innen. Linke eher Antimilitarist*innen. Das ist der Unterschied, an denen man diese Strömungen in Friedensfragen erkennen kann.

    1. Liebe Anke, ich wäre mit meinen 60 Jahren zur Kundgebung in meiner Nähe gefahren (und hatte sogar meine Dienste als Ordner angeboten). Aber leider habe ich da doch einen anderen Termin.
      Aber das nur zu Illustration: Also Alter von 12-100.
      Solange die Jüngeren – wie das so schön heißt – die „ownership“ haben, also sie hauptsächlich bestimmen.

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