Konzert-Demo am 7. August, ab 15 Uhr, Eisenhüttenstadt: Mit Pauken und Trompeten gegen Grenzzäune und Raketen

Demoplakat von Lebenslaute

Lebenslaute Jahreshauptaktion 2025: Mit Pauken und Trompeten gegen Grenzzäune und Raketen", Potsdam und Eisenhüttenstadt

Das Netzwerk Lebenslaute verbindet klassische Musik mit politischer Aktion. 

In 2025 werden wir aktiv gegen den unmenschlichen Umgang mit Geflüchteten und gegen die Fluchtursache Krieg.

Wir protestieren gegen die schlechten Lebensbedingungen, gegen den Besuchsverbot und gegen das Dublin-Zentrum im Erstaufnahmezentrum für Geflüchtete in Eisenhütten.

7. August, Eisenhüttenstadt, Erstaufnahmezentrum, Poststr. 72:

15:00 Konzert und Reden

16.30 Zusammenkommen mit Essen und Trinken

18.00 Open Mic, Musik gegen Rassismus und Krieg 

 

Mit unserer Aktionswoche „Mit Pauken und Trompeten gegen Grenzzäune und Raketen“ (2. – 10. August) verbinden wir den Blick auf Krieg als Fluchtursache mit unserer Solidarität mit geflüchteten Menschen.

Wir musizieren für geflüchtete Menschen und mit ihnen am Abschiebezentrum Eisenhüttenstadt (7. August), wir feiern mit Menschen, die Krieg und Militär den Rücken gekehrt haben am Deserteur-Denkmal in Potsdam, wir erinnern am 80. Jahrestag an die unsagbaren Folgen des Atombombenabwurfes in Hiroshima und Nagasaki, und wir veranstalten ein Konzert am 9. August, mit dem wir unsere Forderung nach Frieden und unsere Ablehnung des „Weiter So“ ausdrücken wollen. Musizierend und feiernd wollen wir Geflüchtete, Desertierte und deren Verbündete solidarisch stärken: „Nie wieder Faschismus – nie wieder Krieg! No border, no nation – stop deportation!“

Wir leben in einer Zeit sich überlagernder Krisen:

Die drohende Klimakatastrophe wird getrieben vom Überkonsum der Reichen im Zusammenwirken mit unserem kapitalistischen Wirtschaftssystem. Die mächtigen Staaten verteidigen ihre geopolitischen Interessen um Rohstoffe und Absatzmärkte mit Ausbeutung, Erpressungen und Kriegen; Kriege wiederum verursachen extreme Mengen Treibhausgasemissionen, die nicht in den CO2-Bilanzierungen auftauchen und die Klimakatastrophe beschleunigen. 

Ausbeutung, Staats-Terror, Klimawandel und Kriege treffen insbesondere die Menschen des Südens. Davon zeugen 120 Millionen Menschen, die auf der Flucht sind – vor Hunger, Perspektivlosigkeit und unmittelbarer Lebensgefahr. 

Die meisten von ihnen bleiben in ihren Herkunftsregionen, einige kommen nach Europa und Deutschland.

Menschliche Not wird instrumentalisiert

Die Not dieser Menschen wurde im vergangene Bundestagswahlkampf für einen rassistischen Überbietungswettbewerb fast aller Parteien instrumentalisiert. Anstatt die reale Bedrohung durch die Klimakatastrophe wurde das Thema Migration als politische Gefahr für Deutschland in den Mittelpunkt gestellt. Das gesamte politische Spektrum lässt sich von einer rechtsextremen Partei vor sich her treiben: Rassismus und Nationalismus, Militarisierung und die Forderung nach „Kriegstüchtigkeit“ machen sich öffentlich und in den Köpfen wie Herzen vieler Menschen breit.

Gigantische Schulden für Militarisierung und Aufrüstung

Für ihre Strategie hin zur “Kriegstüchtigkeit” nutzen die Herrschenden in Deutschland die Lücke, die ein Abrücken der USA von Europa und NATO bedeuten könnte. In seit 1945 nicht mehr gekanntem Ausmaß wird aufgerüstet. Deutschland solle künftig eine Führungsrolle in der NATO übernehmen, verlangte kürzlich NATO-Generalsekretär Mark Rutte. Deutsch-britische Mittelstreckenraketen mit potentiell nuklearen Gefechtsköpfen sollen gebaut werden. Hauptsächlich für Militarisierung und Aufrüstung wurde ein gigantisches Schuldenpaket im Wert von 500 Milliarden Euro im Bundestag verabschiedet. 

Krieg, Klimakrise und Flucht hängen eng zusammen.

Während unsere Regierung so tut, als wäre die Bedrohung unserer Lebensgrundlagen durch die steigende Erderhitzung zu vernachlässigen und deutsche Unternehmen exorbitant am Krieg verdienen, verschlechtern sich weltweit die Lebensgrundlagen. Das ist unter anderem eine Folge deutscher Politik.Menschen, die nach oft lebensgefährlicher Flucht in Deutschland ankommen, werden von rassistischen und faschistischen Kräften, aber zunehmend auch von staatlichen Stellen bekämpft und daran gehindert, sich ein Leben in Deutschland aufzubauen. Absurderweise werden dringend benötigte Fachkräfte abgeschoben, während das Asylrecht ausgehöhlt wird, um rechte Ideologien zu bedienen.

Dem stellen wir uns entgegen!

Aktionskonsens

Wir sind uns untereinander nicht in allen Fragen einig. Wir haben unterschiedliche Blickwinkel und Schlussfolgerungen aus dem Ukraine-Krieg und dem Krieg um Gaza.
Trotz dieser Differenzen sind wir uns einig, dass wir unsere Energie für Friedensfähigkeit anstatt für Kriegstüchtigkeit einsetzen wollen. Musik und Ziviler Ungehorsam ist dazu unser gemeinsamer Weg.

Wir freuen uns auf Menschen, die sich in diesen Anliegen mit uns zusammenfinden. Wir wünschen uns ein großes Publikum für unsere Aktionen und Konzerte.

Kontakt

lebenslaute2025@riseup.net

Pressekontakt: 0157/87114306

presse@lebenslaute.net

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1 Gedanke zu „Konzert-Demo am 7. August, ab 15 Uhr, Eisenhüttenstadt: Mit Pauken und Trompeten gegen Grenzzäune und Raketen“

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